Handlungsfeld: Wirken
Winter 2025

Nachhaltigkeit einfach erklärt: Was bedeutet nachhaltige Mobilität – und wie setzt der BVE sie um?

Mobilität gehört zum Alltag – ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freizeitaktivitäten. Doch Verkehr bedeutet nicht nur Bewegung, sondern auch Belastung: Treibhausgase, Lärm und der hohe Flächenbedarf zählen zu den größten Herausforderungen im städtischen Raum.

Was heißt eigentlich "nachhaltige Mobilität”?
Sie umfasst alle Formen der Fortbewegung, die umweltfreundlich, ressourcenschonend, für alle zugänglich und wirtschaftlich tragfähig sind. Dazu gehören unter anderem Elektromobilität, Sharing-Konzepte (etwa Carsharing oder Lastenräder), der Fahrrad- und Fußverkehr sowie eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß des Verkehrs zu senken und gleichzeitig die Mobilität für alle Menschen sicherzustellen – unabhängig von Einkommen, Alter oder Wohnort.

Deshalb ist auch die Wohnungswirtschaft gefragt, neue Lösungen mitzugestalten. Nachhaltige Mobilität ist dabei nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur sozialen Teilhabe – und ein fester Bestandteil der Klimastrategie des BVE.

Wie setzt der BVE nachhaltige Mobilität um?
Der BVE verfolgt einen konsequenten Weg: Seit 2023 ist der gesamte Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umgestellt – ein bewusstes Zeichen für mehr Klimaschutz im Arbeitsalltag.

2024 waren insgesamt 25 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb im Einsatz. Der Stromverbrauch des Fuhrparks lag im vergangenen Jahr bei rund 25.700 Kilowattstunden. Im Ergebnis konnten die CO2-Emissionen gegenüber dem Vergleichsjahr 2021 um 65 Prozent gesenkt werden – auf rund 11,4 Tonnen im Jahr.

Ein Teil des Stroms für unsere E-Autos stammt aus erneuerbaren Quellen. Damit reduzieren wir unsere verkehrsbedingten Emissionen deutlich, bei voller Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge.

Angebote für unsere Quartiere
Nachhaltige Mobilität betrifft aber nicht nur den Fuhrpark unserer Genossenschaft. Auch für Sie als unser Mitglied möchten wir die Mobilitätsangebote in den Quartieren ausbauen.

Dazu gehören unter anderem Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge, die bereits in über 50 Tiefgaragen vorhanden sind, genauso wie Mobilitätshubs mit Sharing-Angeboten für Autos und Fahrräder. Auch die barrierearme Erschließung unserer Wohnanlagen ist ein wichtiger Teil dieser Strategie.

Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der sozialen Gerechtigkeit. Denn nachhaltige Mobilität bedeutet: Wege müssen für alle erreichbar bleiben. Besonders ältere Menschen oder Haushalte ohne eigenes Auto profitieren, wenn wichtige Ziele zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sind. Das stärkt die Selbstständigkeit im Alltag – und macht Mobilität insgesamt zugänglicher.

Mobilität als Teil der Wohnqualität
Die Frage, wie man wohnt, ist heute eng verbunden mit der Frage, wie man unterwegs ist. Ein zukunftsfähiges Quartier denkt beides zusammen: Erreichbarkeit, Umweltfreundlichkeit und Nutzungsvielfalt gehören ebenso dazu wie gute Anbindung und kurze Wege. All das trägt dazu bei, den ökologischen Fußabdruck im Quartier zu senken und gleichzeitig die Lebensqualität für alle Mitglieder zu erhöhen.

Mit der Elektrifizierung des Fuhrparks, der Weiterentwicklung quartiersbezogener Angebote und dem Bewusstsein für die sozialen Dimensionen von Mobilität stellt der BVE die Weichen für eine ressourcenschonende und gerechte Zukunft – im Sinne der Umwelt und seiner Mitglieder.