Instandhaltung zuerst: Wie wir unsere Quartiere fit für die Zukunft machen
Die wichtigste Aufgabe unserer Genossenschaft ist die kontinuierliche Instandhaltung und Pflege seiner Quartiere. Sie steht an erster Stelle – noch vor den ebenfalls wichtigen Modernisierungen und dem Neubau. Denn nur ein gut erhaltener Bestand bleibt langfristig lebenswert, wirtschaftlich und zukunftsfähig und soll klimaneutral sein.
Wie das gelingt, zeigt sich nicht nur in großen Energieprojekten wie der Fernwärmeversorgung, sondern ebenso in vielen gezielten Maßnahmen an Gebäuden und im Wohnumfeld. Sie sorgen für Werterhalt, senken Energieverbräuche und verbessern spürbar die Lebensqualität vor Ort.
Größere Instandhaltungsmaßnahmen im Bestand
Die folgenden Projekte stehen stellvertretend für zahlreiche größere Instandhaltungsmaßnahmen, die der BVE aktuell und in den kommenden Monaten umsetzt. Sie zeigen beispielhaft, wie wir unseren Bestand technisch, energetisch und funktional weiterentwickeln – und machen deutlich, dass der Aufwand weit über einzelne Maßnahmen hinausgeht.
Am Nordalbinger Weg 1–9 wird das Dach vollständig erneuert. Neben Abdichtung, Dämmung und Dachentwässerung werden alle Fenster ausgetauscht, von denen einige noch in alten Holzrahmen stecken. Ergänzende Fassadenarbeiten nutzen Synergieeffekte und machen die Gebäude fit für die Zukunft. Die energetischen Verbesserungen werden durch Fördermittel des Bundes unterstützt.
Am Drieschweg 13 kann ein seit längerem bestehendes Gerüst bald abgebaut werden. Durch den Neubau einer Feuerwehraufstellfläche neben der Tiefgaragenabfahrt wird ein zweiter Rettungsweg dauerhaft sichergestellt. Die Maßnahme soll – abhängig von der Witterung – im Frühjahr starten.
In der Albert-Schweitzer-Straße 3 wird die Dachdeckung erneuert, nachdem sich im Bereich der Dachluke ein Schaden gezeigt hat. Gleichzeitig wird damit die Voraussetzung geschaffen, künftig eine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude zu installieren.
Am Iserbrooker Weg sowie am Reinheimer Weg erhalten mehrere Gebäude 2026 eine Dämmung der Giebelflächen, inklusive neuer Fenster. Diese Maßnahme dient zunächst dazu, bestehende Feuchtigkeitsprobleme zu beheben. Ein weiterer Schritt zur Reduktion des CO₂-Ausstoßes ist der Anschluss an die Fernwärme in 2026/27.
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung
Neben diesen umfangreichen Projekten gibt es viele kleinere Instandhaltungsmaßnahmen, die den Alltag der Mitglieder unmittelbar verbessern. Im Quartier am Resskamp wurden beispielweise an 17 Hauseingängen neue gläserne Vordächer montiert. Sie sorgen für ein modernes Erscheinungsbild und bieten zugleich Schutz vor Wind und Wetter – eine vergleichsweise kleine Maßnahme mit großer Wirkung.

Auch am Raapeweg wurde gezielt investiert. Dort musste ein Teilstück der Gartenmauer vollständig erneuert werden, nachdem eine große Eiche das Fundament angehoben und beschädigt hatte. Umfangreiche Erd- und Fundamentarbeiten waren notwendig, ergänzt durch neue Handläufe. Im Anschluss wurde der Bereich neu bepflanzt, sodass sich die Maßnahme harmonisch ins Quartier einfügt.
Viele weitere Maßnahmen – jeden Tag im Einsatz
Die hier genannten Projekte sind nur ein Ausschnitt aus der Vielzahl an Arbeiten, die der BVE jedes Jahr im Bestand umsetzt. Hinzu kommen zahlreiche weitere Instandhaltungsmaßnahmen, darunter Treppenhausmodernisierungen, Fenster- und Dacharbeiten, Fassadenmaßnahmen, die Pflege und Umgestaltung von Außenanlagen sowie die Instandhaltung von Wegen und Tiefgaragen.
Insgesamt investiert der BVE im Jahr 2026 rund 27 Mio. Euro in die Instandhaltung seiner Wohnanlagen.
Klimaneutralität braucht Substanz
Klimaneutralität erreichen wir nicht allein durch neue Technik, sondern durch das Zusammenspiel aus klimaneutraler Energieversorgung – wie der Fernwärme – und vielen klug geplanten Instandhaltungsmaßnahmen. Sie sind das Fundament, auf dem weitere Modernisierungen aufbauen können.
So sorgen wir dafür, dass unsere Quartiere nicht nur heute gut funktionieren, sondern auch langfristig lebenswert, bezahlbar und klimafreundlich bleiben – für unsere Mitglieder und kommende Generationen.