Fernwärme-Ausbau und intelligente Heizungsoptimierung
Ein großer Schritt Richtung Klimaneutralität
Die Transformation der Energieversorgung ist der wichtigste Hebel des BVE auf dem Weg zur Klimaneutralität. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Fernwärme. Bereits heute sind rund 40 Prozent der BVE-Wohnungen an das städtische Netz angeschlossen – nun kommen viele weitere hinzu.
Im Dezember 2025 hat der BVE einen Vertrag mit den Hamburger Energiewerken unterzeichnet. Er sieht vor, dass innerhalb der kommenden zehn Jahre rund 2.900 weitere Wohnungen an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Zusammen mit bereits bestehenden Vereinbarungen werden damit künftig rund 3.800 Wohnungen über Fernwärme versorgt.

„Mit dem unterzeichneten Vertrag haben wir einen wichtigen Meilenstein in unserer Klimastrategie erreicht“, sagt Axel Horn, Vorstand des BVE. „Damit machen wir einen entscheidenden Schritt zur Ablösung der fossilen Energieversorgung in unseren Quartieren.“
Die Vereinbarung schafft Planungssicherheit für beide Seiten: Die Hamburger Energiewerke können ihre Netze gezielt ausbauen, während der BVE auch an kleineren Standorten entlang neuer Trassen Zugang zur Fernwärme erhält. Jede angebundene Wohnanlage ist ein Standort weniger, an dem der BVE eigene Heizlösungen entwickeln, bauen und betreiben müsste – ein erheblicher Vorteil in Zeiten knapper Fachkräfte.

Da die Hamburger Energiewerke ihre Wärmeerzeugung konsequent klimaneutral ausrichten, profitieren die angeschlossenen Wohnungen automatisch von der städtischen Wärmewende. Für den BVE ist der Vertrag damit ein weiterer zentraler Baustein auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand.
Intelligente Heizungsoptimierung mit Green Fusion
Ergänzend zum Ausbau der Fernwärme geht der BVE einen weiteren Schritt in Richtung Effizienz und Kostensenkung: Mit dem Unternehmen Green Fusion hat der BVE einen Vertrag geschlossen, der die Heizungssteuerung in 3.200 BVE-Wohnungen digital optimiert. Das entspricht etwa der Hälfte aller Wohnungen im BVE-Bestand, die über Fernwärme versorgt werden.
Green Fusion setzt auf eine softwarebasierte Lösung zur intelligenten digitalen Betriebsführung von Heizungsanlagen. Dabei werden Verbrauchsdaten kontinuierlich analysiert und die Einstellungen der Anlagen automatisch angepasst – auch im Fernwärmebetrieb. Ziel ist es, den tatsächlichen Wärmebedarf der Gebäude möglichst genau abzubilden und unnötige Energieverbräuche zu vermeiden.
Für die Mitglieder bedeutet das: ein geringerer Energieeinsatz bei gleichbleibendem Wohnkomfort und perspektivisch niedrigere Heizkosten. Die Kooperation ergänzt den Fernwärmeausbau sinnvoll, denn Klimaschutz entsteht nicht nur durch den Wechsel der Energiequelle, sondern auch durch einen effizienten, datenbasierten Betrieb der Technik.