Handlungsfeld: Bewegen
02/2026

„Der BVE war für mich wie ein 6er im Lotto.“

Marco, wir beide kennen uns ja noch gar nicht so lange – deshalb starten wir mal ganz vorne: Seit wann bist Du beim BVE und wie bist Du eigentlich hier gelandet?

Moin, Kathi. Da hast du recht. Also ich bin 2017 zum BVE gekommen – also jetzt im neunten Jahr. Damals war ich 47 und habe ehrlich gesagt nicht unbedingt damit gerechnet, nochmal so eine Chance zu bekommen. Als ich die Anzeige gesehen habe, habe ich mich direkt beworben – und das ging dann auch alles ziemlich schnell mit dem Vorstellungsgespräch. Für mich war das wirklich wie ein 6er im Lotto, muss ich ganz ehrlich sagen. Es fühlte sich auf jeden Fall damals so an und das Besondere ist, dass es das heute auch noch tut.

Das klingt total schön. Was hast Du denn vorher gemacht – und was genau gehört heute zu Deinem Alltag beim BVE?

Vor meinem Lottogewinn (lacht) war ich bei einer größeren Unternehmensgruppe tätig, da waren verschiedene Gewerke vertreten – Elektriker, Tischler, Klempner. Aber langfristig war das nichts für mich.

Heute arbeite ich im BVE-Servicebetrieb im Bereich Sanitär. Wir tauschen zum Beispiel Waschbecken, Badewannen oder Armaturen aus – alles, was anfällt. Oft arbeitet man auch mit den Kollegen aus anderen Gewerken zusammen, etwa mit den Elektrikern oder Tischlern. Es gibt eigentlich immer etwas zu tun. Und gerade diese enge Zusammenarbeit mit den Kollegen macht mir wirklich Freude. Es ist schön gemeinsam etwas für unsere Mitglieder zu erreichen.

Du bist viel draußen in unseren Quartieren unterwegs – da bekommt man ja einen ganz guten Eindruck. Was fällt Dir dabei besonders auf?

Was ich wirklich schätze, ist die Sauberkeit. Wenn man das mit anderen Wohnungsunternehmen vergleicht, sieht man schon einen Unterschied – gerade in den Außenanlagen oder auch in den Kellern. Das merkt man einfach, wenn man lange in dem Bereich gearbeitet hat.

Unsere Mitglieder und der BVE geben sich da echt total viel Mühe. Für mich ist das auch immer ein wenig ein stilles Lob oder eine gewisse Wertschätzung. Einfach weil die Mitglieder auch gut mit den Quartieren umgehen, in denen sie leben. So leisten wir und auch unsere Mitglieder einen Beitrag zu einer tollen Wohnqualität.

Und wie erlebst Du die Begegnungen mit unseren Mitgliedern?

Die meisten sind zufrieden, definitiv. Klar gibt es immer mal jemanden, der noch etwas anzumerken hat – aber ich würde sagen, der Großteil ist dankbar, dass man kommt und sich kümmert. Man klärt kurz, was zu tun ist, macht seine Arbeit und am Ende wird nochmal gemeinsam geschaut – das läuft eigentlich gut. Und auch konstruktive Kritik ist für uns ja sehr wertvoll. Nur dann können wir besser werden. Das beginnt beim Einbau von Sanitäranlagen und endet im großen Ganzen.

Gerade weil ihr so nah dran seid: Was ist aus Deiner Sicht der größte Vorteil daran, dass der BVE einen eigenen Servicebetrieb hat?

Dass vieles schnell und unkompliziert erledigt werden kann. Wenn du externe Firmen beauftragst, wartest du im Zweifel Wochen oder Monate. Bei uns geht das – fast immer – deutlich schneller – gerade bei kleineren Sachen oder Notfällen. Das ist ein großer Vorteil für die Mitglieder, finde ich. Wir sind einfach exklusiv für unsere Mitglieder da, wo gibt es das heute schon noch?

Das klingt nach einem eingespielten System. Wie funktioniert ihr denn intern als Team?

Gut, wirklich gut. Natürlich ist das immer auch eine Frage der Chemie, aber im Großen und Ganzen läuft das super. Auch mit Benni (Anm. Redaktion: Benjamin Falck) als Leitung – da kann man jederzeit hingehen, wenn was ist. Das ist schon sehr transparent. Eigentlich leben wir im Servicebetrieb im Kleinen schon die Solidarität und Gemeinschaft, die auch eine ganze Genossenschaft ausmacht.

Du hast vorhin schon anklingen lassen, wie froh Du bist, beim BVE zu sein. Was macht den BVE für Dich als Arbeitgeber besonders?

Für mich ist das wirklich durchweg positiv. Ich kenne ja auch die andere Seite aus der freien Wirtschaft – und das sollte man nicht vergessen. Hier passt vieles: das Team, die Abläufe, die Möglichkeiten. Klar, irgendwas ist immer – aber das ist überall so. Insgesamt kann man sich sehr glücklich schätzen, wenn man beim BVE arbeitet, so empfinde ich das zumindest.

Du bist gebürtiger Hamburger – spielt das für Dich auch eine Rolle im Alltag?

Ja, ich bin hier im Westen aufgewachsen, in Altona, und wohne heute in Eidelstedt. Das ist natürlich schön, wenn man dann auch in der eigenen Stadt arbeitet und die Quartiere kennt. Für mich schließt sich da irgendwie auch ein wenig ein Kreis.

Wenn Du mal nicht unterwegs für den BVE bist – wo findet man Dich dann?

Ich mache viel Sport, gehe ins Fitnessstudio. Das ist auch wichtig für uns Handwerker – Rücken, Gelenke, da muss man schon drauf achten. Irgendwas tut immer weh, das gehört leider dazu. Und im Urlaub geht es am liebsten nach Griechenland. Das Essen ist wunderbar und Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben. Und es gibt so viele Inseln, die kann man gar nicht alle bereisen. Daher hat es mir das Land seit vielen Jahren angetan. Aber sonst fahre ich auch mal an die Nord- oder Ostsee. Wir haben ja hier wirklich schöne Ecken direkt vor der Tür.

Klingt nach einer guten Balance. Gibt es etwas, das Dir mit Blick nach vorne besonders wichtig ist?

Gesund bleiben – das ist das Wichtigste. Und mobil bleiben. Alles andere ergibt sich.

Zum Abschluss noch ein Blick auf das große Ganze: Der BVE ist eine Genossenschaft – was bedeutet das für Dich?

Ich finde es gut, dass es so etwas gibt. Es ist einfach ein anderer Status als irgendwo zur Miete zu wohnen. Gerade auch mit Blick auf die Zukunft gibt das Sicherheit. Die Menschen sind abgesichert, und ich glaube, das schätzen viele sehr.

Marco, vielen Dank für das Gespräch – und weiterhin viel Freude beim BVE!

Danke Dir, Kathi!

Marco Schreiber ist Mitarbeiter im BVE-Servicebetrieb im Bereich Sanitär.