Handlungsfeld: Bewegen
02/2026

„Wir sind und bleiben eine Genossenschaft von Menschen für Menschen.“

Wie Digitalisierung beim BVE den Service verbessert – und warum der Mensch dabei im Mittelpunkt bleibt

Digitalisierung ist in aller Munde – auch beim BVE. Neue Systeme, automatisierte Abläufe und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern die Art, wie gearbeitet wird. Doch was bedeutet das eigentlich für unsere Mitglieder? Wird alles schneller – aber unpersönlicher? Die klare Antwort: nein. Im Gegenteil. Warum Digitalisierung beim BVE vor allem eines schaffen soll – mehr Zeit für den Menschen – erklärt Maximilian Kuhnert im Gespräch.

Max, wenn beim BVE technisch gerade so viel passiert: Was merken unsere Mitglieder davon konkret?

Unser Anspruch ist ganz klar: Unsere Mitglieder sollen vor allem eines merken – besseren Service. Digitalisierung hilft uns dabei, viele Abläufe im Hintergrund effizienter zu gestalten. Standardanfragen oder wiederkehrende Prozesse können schneller bearbeitet werden.

Und das bedeutet für uns: Wir gewinnen Zeit, auch für mehr Präsenz in den Quartieren vor Ort.

„Technik soll uns den Rücken freihalten – damit wir mehr Zeit für das haben, was wirklich zählt: den persönlichen Austausch.“
Maximilian Kuhnert

Und diese gewonnene Zeit wird dann wie genutzt?

Für das, was eine Genossenschaft ausmacht: den direkten Kontakt. Wenn weniger Zeit für Routinen verwendet werden muss, können wir uns stärker auf individuelle Anliegen konzentrieren. Zuhören, verstehen, gemeinsam Lösungen finden – genau dafür wollen wir mehr Raum schaffen.

Viele Menschen befürchten, dass Digitalisierung den Kontakt unpersönlicher macht. Wie siehst du das?

Ich verstehe diese Sorge. Aber bei uns ist der Ansatz ein anderer: Digitalisierung soll Nähe ermöglichen, nicht Distanz schaffen. Wenn Prozesse im Hintergrund einfacher laufen, bleibt mehr Zeit für echte Gespräche – am Telefon, vor Ort oder direkt im Quartier.

„Gerade weil Technik mehr übernimmt, wird der menschliche Kontakt noch wichtiger – nicht weniger.“
Maximilian Kuhnert

Was verändert sich dadurch im Alltag der Mitglieder?

Einige Dinge werden einfacher und schneller – etwa, wenn es um Standardanliegen geht. Gleichzeitig wird der persönliche Austausch bewusster. Das heißt: Wenn wir uns Zeit nehmen, dann mit voller Aufmerksamkeit. Für individuelle Themen, für Beratung, für Lösungen, die wirklich passen.

Der BVE ist eine Genossenschaft. Welche Rolle spielt das bei all diesen Veränderungen?

Eine sehr große. Denn Genossenschaft bedeutet für uns: von Menschen für Menschen. Wir arbeiten nicht für abstrakte Prozesse, sondern für unsere Mitglieder. Und genau deshalb ist es uns so wichtig, dass Digitalisierung diesen Anspruch unterstützt – und nicht verdrängt.

„Digitalisierung verändert, wie wir arbeiten – aber nicht, wofür wir arbeiten.“
Maximilian Kuhnert

Ein Blick in die Zukunft: Wie wird sich das Wohnen beim BVE weiter verändern?

Viele Abläufe werden im Hintergrund einfacher und schneller funktionieren. Für unsere Mitglieder bedeutet das vor allem weniger Aufwand im Alltag. Und gleichzeitig mehr Raum für das, was wirklich zählt: persönliche Ansprechpartner, gute Gespräche und das Gefühl, gut aufgehoben zu sein.

Was ist dir dabei persönlich besonders wichtig?

Dass wir unseren Kern nicht verlieren. Technik kann vieles erleichtern – aber sie ersetzt keine Beziehung, kein Vertrauen und kein gutes Gespräch.

Deshalb gilt für mich ganz klar: Wir sind und bleiben eine Genossenschaft von Menschen für Menschen.

Maximilian Kuhnert ist Leiter der Abteilung Unternehmensentwicklung & Digitalisierung/IT.