BVE
Jahresbericht
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Handlungsfeld: Wirken
September 2026

Klimaheroes: Erster Winter, erste Erkenntnisse

2024 startete der BVE gemeinsam mit anderen Wohnungsunternehmen das Projekt Klimaheroes. Das Ziel ist es, den Energiebedarf in den Beständen durch eine kluge Heizungssteuerung zu senken. Im Mittelpunkt stehen smarte Thermostate, die die Heizkörper bedarfsgerecht steuern und auf diese Weise Heizenergie einsparen sollen. Nun liegen die Ergebnisse der ersten vollständigen Heizperiode vor. Sie zeigen: Die Technik zeigt Wirkung – aber es gibt noch Optimierungspotenzial.  

Das Projekt Klimaheroes ist als gemeinsamer Praxistest mehrerer Wohnungsunternehmen konzipiert. Die Grundidee: Nicht jedes Unternehmen probiert für sich allein aus, welche technischen Lösungen im Bestand funktionieren. Stattdessen testen die Beteiligten unterschiedliche Systeme, tauschen ihre Erfahrungen aus und lernen voneinander. So sollen Lösungen identifiziert werden, die den Energieverbrauch senken und für die Mieterinnen und Mieter möglichst einfach umsetzbar sind. (mehr lesen)

Der BVE baute dafür vor Beginn der Heizperiode 2025/26 smarte Thermostate in insgesamt 74 Wohnungen in sechs Wohnanlagen ein. Die Geräte können die Heizkörper intelligenter steuern und die Raumtemperatur am tatsächlichen Bedarf ausrichten. So soll weniger Energie verbraucht werden, ohne dass die Bewohnerinnen und Bewohner jeden Heizkörper immer wieder selbst nachregeln müssen. 

Um die Wirkung der Technik eindeutig beurteilen zu können, hat der BVE die Testobjekte mit baugleichen Nachbarhäusern verglichen. Dafür wurden die Verbräuche in der Heizperiode von Anfang Oktober 2025 bis Ende April 2026 gemessen und ausgewertet.  

Einsparungen von bis zu 16 Prozent 

Das Ergebnis ist ermutigend: Bei den drei Objekten am Bredkamp, am Maienweg und in der Seestraße, die eine erste Auswertung ermöglichten, sank der Heizenergieverbrauch im Vergleich zu den anderen Häusern zwischen 6 bis 16 Prozent. Damit bewegt sich das Ergebnis in dem Bereich, den sich der BVE von dem Pilotprojekt erhofft hatte. 

Gleichzeitig zeigte die erste Heizperiode aber auch, dass ein solches Projekt im laufenden Betrieb anspruchsvoll ist. Einige Geräte funktionierten nicht zuverlässig, der Austausch dauerte teilweise länger als gewünscht, und nicht alle Abläufe mit dem Hersteller liefen reibungslos. Für die Mieterinnen und Mieter bedeutete das so nicht erwarteten Aufwand.

Auch die Hausmeister waren gefordert: Sie waren vor Ort ansprechbar, erklärten die Technik, nahmen Rückmeldungen auf und unterstützten die Bewohnerinnen und Bewohner im Alltag. Auch diese Erfahrungen sind für den BVE wichtig. Denn Klimaschutz im Bestand muss nicht nur technisch funktionieren, sondern auch praktisch.  

Potenzial im Heizungskeller 

Der Austausch mit den anderen Wohnungsunternehmen zeigte ebenfalls, dass smarte Lösungen in den Wohnungen einen Beitrag leisten können. Zugleich rückte noch stärker in den Blick, wie viel Potenzial auch im Heizungskeller liegt: Wenn Heizungsanlagen zentral intelligenter gesteuert und überwacht werden, können zusätzliche Einsparungen erzielt werden, ohne die Mieterinnen und Mieter zusätzlich zu belasten. 

Beim BVE läuft das Projekt deshalb weiter. Der Pilot ist auf mehrere Jahre angelegt, die erste Heizperiode markiert nur eine Etappe. Nun geht es darum, die Erfahrungen auszuwerten, die Technik zu stabilisieren und in der nächsten Heizperiode weiter zu beobachten, wie sich die Einsparungen entwickeln. 

»Die Ergebnisse machen uns Mut«, sagt Jan Bernd Leffers, Leiter der Bestandsentwicklung beim BVE. »Wir sehen, dass die smarten Thermostate einen messbaren Beitrag leisten können. Mein besonderer Dank gilt unseren Hausmeistern, die jederzeit ansprechbar waren und die Mieterinnen und Mieter unterstützt haben. Und natürlich danken wir allen Mitgliedern, die sich für dieses Pilotprojekt zur Verfügung stellen. Davon profitiert am Ende die ganze Gemeinschaft.« 

Jan Bernd Leffers

Mehr über die Klimaheroes im BVE-Jahresbericht 

Zur Website der Klimaheroes 

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