Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2025
Der Aufsichtsrat ist im Jahr 2025 seinen Aufgaben, den Vorstand der Genossenschaft zu beraten und zu kontrollieren, vollumfänglich nachgekommen.
Insgesamt fanden sechs Sitzungen statt, in denen der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand auf der Basis von strukturierten Tagesordnungen getagt hat. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat umfassend über die Planung und die zentralen Entwicklungen beim BVE. Die erforderlichen Beschlüsse wurden auf Basis vorab zur Verfügung gestellter Unterlagen gefasst. Darüber hinaus fanden drei Sitzungen, davon eine konstituierende Sitzung, ausschließlich im Kreis der Aufsichtsratsmitglieder statt.
Der Aufsichtsrat nutzt ein strukturiertes Berichtssystem, das sicherstellt, dass regelmäßig über alle relevanten Bereiche der Genossenschaft v. a. anhand von Kennziffern, aber auch auf Basis von schriftlichen Ausführungen berichtet wird. Die Berichte werden im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen ausführlich besprochen. Die Tagesordnung wird um aktuelle Themen ergänzt, über die der Vorstand den Aufsichtsrat bei Bedarf informiert.
In den gemeinsamen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat über verschiedene Sachverhalte informiert, darunter die laufende Geschäftstätigkeit, die Vermietungssituation, die Entwicklung der Nutzungsentgelte, die Finanzlage, die Bautenstände und Neubauplanung sowie die Entwicklung der internen Organisation einschließlich der Mitarbeiterförderung und Personalentwicklung. Vor Ort informierte sich der Aufsichtsrat über die langfristige Planung für Quartiere in Osdorf.
Der Prüfungsbericht des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V. zum Geschäftsjahr 2024 wurde durch die Prüfer erläutert. Der Managementreport des Vorstands wurde gemeinsam beraten. Anhand des Berichts wurden mögliche zentrale Risiken für die Genossenschaft untersucht sowie entsprechende Gegenmaßnahmen besprochen. Der jeweils aktuell fortgeschriebene Wirtschaftsplan wurde in zwei Sitzungen erörtert. Insgesamt wurde festgestellt, dass der BVE für die aktuellen Herausforderungen gut aufgestellt ist und keine unkalkulierbaren Risiken erkennbar sind.
Im Rahmen einer Klausurtagung besichtigte der Aufsichtsrat gemeinsam mit den Führungskräften des BVE das zukunftsweisende Neubauquartier Prinz Eugen Park in München. Auf einem ehemaligen Kasernengelände sind dort insgesamt 1.800 Wohnungen neu entstanden, darunter auch eine ökologische Mustersiedlung, mit 570 in nachhaltiger Holz- und Holzhybridbauweise errichteten Wohnungen. Zusätzlich wurden auch das »B&O Bau Forschungs-Quartier« in Bad Aiblingen besichtigt, eine Art Reallabor für nachhaltige und innovative Holzarchitektur. Mehrere Mitglieder des Aufsichtsrats nutzten die Arbeitstagung des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen in Lübeck, um sich über aktuelle Themen der Wohnungswirtschaft zu informieren.
Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand ausführlich beantwortet, wodurch sich der Aufsichtsrat stets ein gutes Bild zur Beurteilung der Situation machen konnte. Insgesamt kommt der Aufsichtsrat zu dem Schluss, dass der BVE gut geführt wird und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.
Bericht des Bau- und Umweltausschusses
Der Bau- und Umweltausschuss führte im Berichtsjahr insgesamt sieben Baubesichtigungen durch. Dabei wurden folgende Quartiere begangen:
- Grünebergstraße, Behringstraße, Lisztstraße, Griegstraße, Helmholtzstraße, Große Brunnenstraße
- Osdorfer Born, Barlskamp
- Quellmoor, Süderelbering, Bauernweide
- Tinnumer Weg (Modernisierung)
In den Terminen vor Ort und weiteren sechs Sitzungen wurde gemeinsam mit dem Vorstand über die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Instandhaltung und Modernisierung in den jeweiligen Wohnanlagen gesprochen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der energetischen, nachhaltigen und kostengünstigen Bestandsentwicklung. Besonders ausführlich wurde der Bauausschuss über die Vorbereitungen und den Fortgang der umfangreichen Modernisierung am Tinnumer Weg informiert, der aktuell umfangreichsten Modernisierungsmaßnahme im BVE. Um seinen Aufgaben gerecht zu werden, hat sich der Ausschuss fortgebildet. Dafür wurde die im Bau befindliche Kraft-Wärme-Anlage der Hamburger Energiewerke an der Dradenau besichtigt. Von hier aus soll zukünftig die Fernwärmeversorgung für Haushalte im Westen Hamburgs erfolgen. Darüber hinaus wurde anhand eines kostengünstig errichteten Neubaus in Geesthacht über mögliche Ansätze der Kostenersparnis für den BVE gesprochen.
Der Ausschuss fühlte sich stets gut informiert, alle Fragen des Ausschusses wurden ausführlich besprochen.
Bericht des Personal- und Prüfungsausschusses
Im Berichtsjahr informierte und befasste sich der Ausschuss im Rahmen von sechs Sitzungen mit folgenden Themen:
- Ablaufplan des Jahresabschlusses für das Jahr 2024
- Jahresabschluss der Kurt Denker-Stiftung des Bauverein der Elbgemeinden eG und Durchführung der damit einhergehenden Belegprüfung
- Entwicklung der BVE KIDS Kindergenossenschaft
- Personal-Controlling und Personalentwicklung
- Belegprüfung (stichprobenartig) der sächlichen Verwaltungskosten
- Jahresabschluss 2024
- Unternehmensentwicklung/Digitalisierung/IT-Entwicklung
- Stand und Planung zur Durchführung des Klimafahrplans
- Aktuelle Entwicklung der CO2-Bilanz und der CO2-Abgaben
- Prüfungsbericht 2024
- Jahresfinanzplanung für Neubauten, Modernisierung und Großprojekte
- Bericht der internen Revision
- Baukostenentwicklung
Alle vom Ausschuss benötigten Unterlagen und Informationen wurden vom Vorstand und Mitarbeitenden des BVE zuverlässig zur Verfügung gestellt und der Ausschuss bedankt sich auch in diesem Zusammenhang für die positive Zusammenarbeit.
Bericht des Satzungs- und Schlichtungsausschusses
Der Ausschuss wurde im Berichtszeitraum zu keinen besonderen Streitfällen angerufen, die eine unabhängige Schlichtung zwischen Mitgliedern und der Verwaltung erforderlich gemacht hätten.
Darüber hinaus hat der Ausschuss anhand von Stichproben aus allen Neuvermietungen und den Erstvermietungen von Wohnungen in Neubauten die Einhaltung der internen Richtlinien des BVE für die Vergabe von Wohnraum überprüft. Beanstandungen haben sich hieraus nicht ergeben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitenden des BVE für das Engagement und die sehr guten Ergebnisse.
Hamburg, 2025
Vorsitzende des Aufsichtsrats
Bettina Harms-Goldt